q/Talk Di. 24.4.: Wieviel Korruption braucht Österreich? mit Gabriela Moser und Hubert Sickinger

christian jeitler chris at quintessenz.at
Mon Apr 23 18:54:11 CEST 2012


q/Talk Di. 24.4.: Geht es der Wirtschaft gut, geht es den Parteien gut -
wieviel Korruption braucht Österreich?

Seit Monaten stolpern österreichische Politiker von Korruptionsskandal
zu Korruptionsskandal. Nicht endend wollend scheinen die Enthüllungen
die einen Sittenverfall in der österreichischen Politik aufzeigen. Es
reicht, meint Georg Markus Kainz, denn seit Jahren kommen
österreichische Politiker nicht mehr aus den Schlagzeilen und
beschädigen damit nachhaltig das Bild Österreichs in der Welt. Ein
Skandal jagt den nächsten, und in der Öffentlichkeit entsteht das Bild
eines durch und durch korrupten Staates, entsteht das Bild, es würden
bereits "italienische" Verhältnisse herrschen.

Ort:  Raum D / MQ Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien

Datum:	24. April 2012
Zeit:	20.00 (Einlass 19.00)

Podium:
* NR Gabriela Moser, Grüne, gruene.at
* DDr. Hubert Sickinger, Transparency International, ti-austria.at
* Georg Markus Kainz, quintessenz.at
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Man bekommt den Eindruck, dass wir Bürger völlig andere
Moralvorstellungen haben, als die, die uns Regieren und Verwalten.
- Als die, die sich ihre Gesetze selber schreiben, und dafür sorgen das
Schlupflöcher erhalten bleiben, um jenseits der politischen
Verantwortung nicht auch noch von den Gerichten belangt werden zu können.
- Als die, die in den staats- und gemeindenahen Wirtschaftsbetrieben
lediglich Selbstbedienungsläden sehen, zur Parteienfinanzierung, zur
Querfinanzierung von befreundeten Organisationen und zur Finanzierung
von persönlichen PR-Werbekampagnen.
- Als die, die in Politikern und Verwaltungsbeamten fette Karpfen sehen,
die man "anfüttern" muss und leider auch "anfüttern" darf.

Provisionen, Beraterverträge, Inserate sind das Schmiermittel der
Republik und sollen durch das Amtsgeheimnis geschützt werden. "Die
Telekom als Bankomat der Politik" titelten die österreichischen
Zeitungen. Aber wenn die Regierung ein Korruptionspaket vorschlägt, und
Justizministerin Beatrix Karl sogar einen Anfütterungsparagrafen
vorsieht, dass Geschenke nur dann strafbar sind, wenn sie gegeben
werden, um ein Amtsgeschäft "anzubahnen". Statt Korruption effektiv
bekämpfen zu wollen schlägt sie vor über die Wortwahl zu diskutieren.

Im größten Korruptionsausschuss der zweiten Republik wird derzeit im
Parlament versucht die politische Verantwortung für zahlreiche Skandale
zu klären. Abseits vom parteipolitischen Schmutzkübelwerfen. Georg
Markus Kainz erkundet mit seinen Gästen, der U-Ausschuss-Vorsitzenden
Gabriela Moser und Hubert Sickinger, Lehrbeauftragter für
Politikwissenschaft an der Universität Wien, die Frage der Korruption in
Österreich. Wie kann man Korruption erkennen, wie kann man sie
verhindern und welchen Schaden richtet Korruption für uns alle an, denn
das Wort Korruption stammt vom lateinischen Wort corrumpere und bedeutet
verderben, vernichten, bestechen.

Online Version: http://quintessenz.at/d/000100017059


mit freundlichen Grüßen
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Christian Jeitler                           Mob.:  +43-(0)699-81729005
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