q/talk, 30. September: Preisverleihung und Lesung "Am Ende der Leitung"

christian jeitler chris at quintessenz.at
Wed Sep 24 15:32:22 CEST 2008


q/talk: Preisverleihung vom Literaturwettbewerb "Am Ende der Leitung"

   Moderation: Georg Markus Kainz
   Projektvorstellung: Christian Pree

   1. Platz und Lesung: Florian Bayer
   2. Platz und Lesung: Reinhold Schrappeneder
   3. Platz und Lesung: Uwe Protsch

Datum: 30. September 2008, 20.00 (Einlass ab 19.00)
Ort: Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien
http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55

1848 wurde die Bürgerrechts-Charta in der Frankfurter Paulskirche 
beschlossen, 1948 erschien George Orwells Dystopie "1984".

2008 gibt der Verein q/uintessenz eine Science Fiction Anthologie zum 
Thema Bürgerrechte und Datenschutz heraus.

   --> http://sf.quintessenz.at/

Orwell wollte damals vor den Gefahren einer umfassenden Überwachung in 
Händen eines totalitären Regimes warnen. Automatisierung der Überwachung 
und deren bedenkenloser Einsatz samt Vernetzung der Datenbanken mit 
allen persönlichen Informationen über uns hat Orwells kühnste Alpträume 
übertroffen und droht, uns in die Zeit Metternichs zurückzubringen.

George Orwells Warnung an die Gesellschaft ist ein wesentlicher Aspekt 
von Science Fiction. Durch bewusste Wahrnehmung eines Gefahrenpotenzials 
hat die Gesellschaft die Möglichkeit zu reagieren.

Eine ganze Reihe Szenarien, die sich mit möglichen Konsequenzen von 
Überwachung in der Zukunft beschäftigen finden sich in der Anthologie 
"Am Ende der Leitung", die q/uintessenz, der Verein zur 
Wiederherstellung der Bürgerrechte im Informationszeitalter, am 30. 
September 2008 im Museumsquartier Wien erstmals der Öffentlichkeit 
vorstellt.

   --> http://quintessenz.at/

In seiner Geschichte EWE - Everybody watches Everybody thematisiert 
Florian Bayer - seines Zeichens Dramaturg, Regisseur und Schauspieler 
aus Berlin - die Frage, wer denn die Protokolle lesen soll, wenn jeder 
jeden überwacht, und wovor man sich in einer solchen Gesellschaft noch 
fürchten muss. Florian Bayer bekam für diese Geschichte von der Jury den 
ersten Preis zuerkannt.

Reinhold Schrappeneder stellt in seiner vielschichtigen Geschichte auf 
sprachlich hohem Niveau die Zunft der Schreibenden in den Vordergrund 
und fragt sich, inwieweit Autoren manipuliert werden können. Er 
unterrichtet am Wiener Theresianum und ist seit Jahren in der 
österreichischen Literatur- und Dramaturgie-Szene aktiv.

Sind unauffällige Mitmenschen nicht eigentlich besonders gut getarnte 
Terroristen? fragt Uwe Protsch in seiner Kurzgeschichte Null Punkte und 
wurde damit der dritte Preisträger im Literaturwettbewerb.

In der Science Fiction Anthologie "Am Ende der Leitung" sind neben 
diesen drei prämierten Kurzgeschichten 24 weitere Beiträge (Geschichten 
und Lyrik) enthalten.

q/uintessenz ist ein Verein zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im 
Informationszeitalter, mit Sitz in Wien. Seine Aktivitäten umfassen 
unter anderem die Veranstaltung der Big Brother Awards Österreich, wo 
alljährlich die schlimmsten Sünder wider den Datenschutz Negativpreise 
bekommen.

q/uintessenz - Verein zur Wiederherstellung der Bürgerrechte im
Informationszeitalter --> http://www.quintessenz.at

Big Brother Awards Austria --> http://www.bigbrotherawards.at

Das Projekt "Am Ende der Leitung" wird von der Kulturabteilung der Stadt 
Wien (MA7) gefördert und von Netznetz dazu vorgeschlagen.


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