<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rdf:RDF xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><channel><title>Quintessenz</title><link>http://www.quintessenz.at/</link><description>http://www.quintessenz.at/</description></channel><item><title>q/Talk, Di 29. Mai: Suche nach Nutzen der SmartMeter</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100017271</link><short>
drohen Strompreisänderungen wie beim Benzinpreis durch SmartMeter?
Ort:  
 Raum D / MQ Wien
 Museumsplatz 1, 1070 Wien

Datum:  29. Mai 2012
Zeit: 20.00 (Einlass 19.00) 

Podium:
Mag. Nadja Shah, GF Mietervereinigung Österreich https://www.mietervereinigung.at
Dipl.-Ing. Markus Kammerstätter, Secure Systems Lab TU Wien, http://www.iseclab.org
Dipl. Ing. Reinhard Brehmer, GF Wien Energie Stromnetz, http://www.wienenergie-stromnetz.at
Georg Markus Kainz, quintessenz
</short><full>
Verbraucher-Schützer fragen sich, ob ähnlich wie der Benzinpreiswahnsinn jetzt auch sprunghafte Preisänderungen im Sekundentakt für Strom aus der Steckdose zu erwarten sind. Technisch wären durch den Einsatz der intelligenten Zähler keinerlei Grenzen mehr in der Preisgestaltung vorgegeben, gibt es doch schon Preisbeispiele in Pilotgebieten wo Preise für einzelne Endgeräte angeboten werden. Bisher wurde unser individueller Stromverbrauch mit einfachen und billigen Stromzählern ermittelt. Hierbei wurde einmal im Jahr der Verbrauch abgelesen und verrechnet. Es war egal an welchem Tag, zu welcher Uhrzeit oder durch welches Endgerät der konkrete Stromverbrauch erfolgt ist. 

SmartMeter würden eine ähnlich kreative Preisgestaltung beim Strom ermöglichen, wie wir täglich an der Tankstelle beim Treibstoff kennen gelernt haben.

Wie im Schlaraffenland müssen sich Marketing und Vertrieb der großen Stromkonzerne fühlen. Doch auch andere finstere Gestalten verfolgen die Entwicklungen mit  Begeisterung. Gelten Stromzähler bei den verantwortlichen Stellen als wenig sicherungsbedürftig, da die alten Stromzähler, ja defakto, für jedermann zugänglich in den Hausfluren montiert sind. Datenschützer, mit einem technischem Hintergrund, empfinden, dass dieses mangelnde Gefahrenbewusstsein grob fahrlässig ist. Manipulationen bei den herkömmlichen Stromzählern hatten maximal Auswirkungen auf die Stromrechnung. Bei den smarten Geräten könnten jedoch smarte Terroristen im "worst case" ganze Stromnetze lahmlegen. 
 
Vergessen wir einmal, dass die alten Zähler nur einige Euro gekostet haben, und die smarten Alternativen auf die Kosten eines Handies kommen. Die Kosten werden eh auf die Kunden abgewälzt, die sich nicht wehren können, dafür sorgt schon die ministerielle Durchführungsverordnung. 

Bleiben nur noch die Bedenken der Ärztekammer, die auf die mit diesen neuen Geräten einhergehende Elektrosmog-Gefahr hinweist. Wurden doch schon Pilotversuche im Land der unbegrenzten Möglichkeiten genau aus diesen Gründen gestoppt. 

Allen Unkenrufen zum Trotz begibt sich Georg Markus Kainz gemeinsam mit seinen hochkarätigen Gästen auf die  Suche von möglichen Vorteilen und den Anwendungsmöglichkeiten der SmartMeter. Seit längerem beschäftigt sich Mag. Nadja Shah von der Mietervereinigung als direkte Betroffene und hat eine Kampagne unter dem Titel "Zwangszähler Nein Danke" gestartet. Dipl. Ing. Markus Kammerstätter vom International Secure Systems Lab der TU Wien sieht in Smart Metern und der damit verbundenen IT Infrastruktur ein mögliches Einfallstor für Angreifer. Als größter Netzbetreiber Österreichs erzählt Dipl.-Ing. Reinhard Brehmer von den  Wien Energie Stromnetz angefragt, die nach der Verordnung hunderttausende Smart Meter mitsamt der IT Infrastruktur errichten müssen.


http://quintessenz.at/images/qTalk_Lageplan.jpg

Hintergrundlektüre:

https://durchblicker.at/strom/ratgeber/smart-meter
"Smart Meter (Deutsch: intelligente Zähler) sind hochmoderne, elektronische Geräte, die Ihren Stromverbrauch genau nach Uhrzeit messen (Aufzeichnung des Lastprofils) und per Datenleitung mit dem Netzbetreiber verbunden sind. Damit ist eine physische Zählerablesung nicht notwendig. Diese Zählergeräte sind in Österreich derzeit noch nicht sehr verbreitet und Umrüstung sowie Betrieb mit zusätzlichen Kosten verbunden. Die Regulierungsbehörde E-Control hat das Ziel formuliert, bis 2020 80% der Privathaushalte auf Smart Meter umzustellen. Mit einem Smart Meter stehen Ihnen sämtliche Stromtarife offen, die nach Uhrzeit, Wochentag oder Jahreszeit den Strompreis variieren."

Smart Meter als Einfallstor für Angreifer
http://futurezone.at/future/6186-smart-meter-als-einfallstor-fuer-angreifer.php

ZWANGSZÄHLER NEIN DANKE
https://mietervereinigung.at/

California Recall Beginning of the End for Smart Meters
http://thedailybell.com/3184/California-Recall-Beginning-of-the-End-for-Smart-Meters

Ärztekammer: Neue Stromzähler führen zu mehr Elektrosmog
http://www.aerztekammer.at/presseaussendungen/-/asset_publisher/gR8t/content/id/85777</full></item><item><title>q/Talk Spezial Sa. 19. Mai 2012</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100017266</link><short>Überwachungsstaat Österreich - Vorratsdatenspeicherung ein Resümee

Seit 1. April 2012 verpflichtet das Gesetz über die Vorratsdatenspeicherung Netzbetreiber, Telefon- und Internetverbindungsdaten sechs Monate lang "auf Vorrat" zu speichern und bei Verdacht auf gerichtliche Anordnung den Strafverfolgungsbehörden zu übermitteln.
</short><full>
Ort:  
 Raum D / MQ Wien
 Museumsplatz 1, 1070 Wien

Datum:  19. Mai 2012
Zeit: 19.00 (Einlass 18.00) 
Podium:
Werner Herbert, Nationalratsabgeordneter der FPÖ
Christian Marin, Landesvorstand Wien der PPÖ
Albert Steinhauser, Nationalratsabgeordneter der Grünen
Josef Weidenholzer, Member of the European Parliament der SPÖ
Georg Markus Kainz, q/uintessenz 



Vorratsdatenspeicherung (VDS)

Am 1. April 2012 trat in Österreich die Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt die Kommunikations­daten aller BürgerInnen ohne Verdacht sechs Monate lang ”auf Vorrat” gespeichert werden. Die Polizei kann überprüfen, mit wem Du, wann, wie lange telefoniert und vor allem wo Du dich zu diesem Zeitpunkt aufgehalten hast. Der Versand und Empfang aller SMS Nachrichten wird mitprotokolliert. Beim Versenden von E-Mails werden Sender, Empfänger und Zeitpunkt der Nachricht aufgezeichnet. Egal welches Handy du verwendest, dein aktueller Standort wird mitprotokolliert. So lassen sich genaue Bewegungsprofile von Handynutzern erstellen.

ACTA Abkommen

ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement), ist ein Handelsabkommen, das internationale Standards in Sachen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen vorgeben soll. Das Abkommen basiert auf dem sogenannten TRIPS-Abkommen, das Rechtsfragen bei Urheber-, Patent- oder Lizenzrecht regeln soll und in Zusammenarbeit mit dem Intellectual Property Committee (Zusammenschluss von Konzernen wie IBM, Time-Warner, Pfizer oder Monsanto) entstanden ist. Dies ermöglichte den involvierten und gleichzeitig mächtigsten Firmen der Welt die absurdesten Patente (Software-Trivialpatente, Patente auf Tiere oder Samengut) anzumelden, von den damit verbundenen Rechten Gebrauch zu machen.

Fluggastdatenübermittlung (PNR)

PNR-Daten umfassen Kontaktinformationen und Angaben über den Reisenden. Dazu zählen unter anderem Adresse, Telefonnummer, Geburtstag, Kreditkartendaten und Passinformationen, aber auch personenbezogene Informationen über den Passagier, wie z.B. besondere Reisevorlieben und Beziehungen zu anderen Mitreisenden. Die Daten werden für Profiling-Zwecke genutzt, um bislang unbekannte Verdächtige aufzuspüren. Diese Überwachungsmaßnahme findet ohne konkretes Verdachtsmoment statt und benötigt keine richterliche Genehmigung.</full></item><item><title>Linuxwochen in Wien - vom 3. bis 5. Mai 2012 </title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100017238</link><short>internationalen Gästen in der FH Technikum Wien
Die Linuxwochen, Österreichs größte Veranstaltungsreihe zum Thema Linux und Open Source, gehen in den Endspurt - nach Zwischenstopps in Graz und Eisenstadt wird die Bundeshauptstadt angepeilt. 

</short><full>
In über 100 Vorträgen, einer Serie von Workshops sowie Podiumsdiskussionen stellen Vertreter der Community die Innovationskraft und Leistungsfähigkeit der Szene sowie das Spektrum von Open Source vor.


http://www.Linuxwochen.at
Do. 3. Mai bis Sa. 5. Mai 2012

Fachhochschule Technikum Wien
Höchstädtplatz 5, 1200 Wien

Das Linuxwochen Programm mit mehr als 100 Vorträgen und Workshops:
http://linuxwochen.at/index.php?option=com_content&amp;id=213&amp;Itemid=3

Anmeldung erbeten
Die Veranstaltungsreihe, die bereits zum 11. Mal durch Österreich tourt, hat sich damit bei Entwicklern, Unternehmen und Privatanwendern als Fixpunkt im Kalender etabliert. Vortragende aus vier Kontinenten zeigen ihr Know How und stellen Open Source Programme und Technologien für Anwender, Entwickler und IT Profis vor.

Den Auftakt macht die Keynote von Maria Gracia Leandro Lombardo die über die Migration von Venezuela auf Linux und Open Source handelt. Die Linux Distribution Canaima GNU wird in Behörden, Verwaltung und Schulen eingesetzt und bringt sämtliche Software für Office, Internet, Grafik und Multimedia bereits mit. Alle Grundschulen wurden mit Laptops ausgestattet auf denen Linux installiert ist. Seit 2010 werden diese Laptops basierend auf Intel Hardware in Venezuela selbst hergestellt.

Passend zur aktuellen Entwicklung sind die Themen IT Security und Privatsphäre groß geschrieben. Die österreichische Stabsstelle für IT Sicherheit CERT.at klärt über Schwachstellen von Servern auf und gibt Tipps wie Webseiten professionell abgesichert werden können. IT Security Experten zeigen mit welchen Tools man das eigene System realistisch testen (penetration testing) und damit selbst die Schwachstellen vor anderen entdecken kann.

Verteidigungsstrategien für PC Nutzer und ein Workshop im Stationsbetrieb zeigen Anwendern die ersten Schritte zurück zur Privatsphäre im Internet. Browser Plugins für privateres Surfen gegen allzu neugierige Webseiten, PGP und Keysigning für sichere und verschlüsselte Emails und mit Festplattenverschlüsselung auf der sicheren Seite, wenn Laptop oder USB Stick verloren gehen, stehen hier auf dem Programm. "ACTA und die Vorratsdatenspeicherung haben bei vielen Nutzern das Bedürfnis geweckt mehr über Datensicherheit und über die Gefahren im Internet zu erfahren" meint Georg Markus Kainz, der gemeinsam mit Robert Matzinger und Bernhard Miklautz im Rahmen des Privacy-Workshops Tipps und Tricks für Jedermann geben wird.

Natürlich kommen angesagte Themen wie Cloud Computing und Virtualisierung nicht zu kurz. Vereinfachte Administration, Einsparungen bei Energie und Hardware, sowie Ausfallssicherheit bei gleichzeitigem Einsatz von Open Source versprechen eine nachhaltige IT Infrastruktur. Der bekannte Buchautor Michael Kofler gibt dazu einen ersten Einblick in Linux Virtualisierung auf Desktop und Server. Auf den Linuxwochen gibt es dazu zwei umfangreiche Tracks die zeigen, wie erfolgreich Open Source im Business Umfeld eingesetzt werden kann. 

Im Rahmen der Linuxwochen findet heuer erstmals das Libre Graphics Meeting in Wien statt. Zu diesem Anlass kommen Entwickler aller namhaften Open Source Grafik und 3D Programme in Wien zum gemeinsamen Ideenaustausch zusammen. Workshops für Einsteiger zeigen erste Schritte im Umgang mit der Open Source Vektorgrafik Inkscape.

Als weitere CoKonferenz ist der BSDDay Europe 2012 zu Gast und bietet aus diesem Bereich interessante Vorträge an.

In Wien ist das Programm dicht gepackt und umfangreich wie nie: Veranstaltet von der Linux-Community, finden die Linuxwochen heuer bereits seit zehn Jahren statt. "Das Feedback auf unsere Veranstaltungen ist äußerst positiv. Wir erwarten einen regelrechten Besucheransturm", freut sich Daniel Jahre vom Verein Linuxwochen.

Der Eintritt zu den Linuxwochen Wien ist frei. Die Anmeldung erfolgt über die Website: http://www.linuxwochen.at .

Das vollständige Linuxwochen-Programm findet sich unter:
http://www.linuxwochen.at</full></item><item><title>q/Talk Di. 24. April 2012: Wieviel Korruption braucht Österreich?</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100017059</link><short>- Geht es der Wirtschaft gut, geht es den Parteien gut 
mit Gabriela Moser und Hubert Sickinger


Seit Monaten stolpern österreichische Politiker von Korruptionsskandal zu Korruptionsskandal. Nicht endend wollend scheinen die Enthüllungen die einen Sittenverfall in der österreichischen Politik aufzeigen. Es reicht, meint Georg Markus Kainz, denn seit Jahren kommen österreichische Politiker nicht mehr aus den Schlagzeilen und beschädigen damit nachhaltig das Bild Österreichs in der Welt. Ein Skandal jagt den nächsten, und in der Öffentlichkeit entsteht das Bild eines durch und durch korrupten Staates, entsteht das Bild, es würden bereits "italienische" Verhältnisse herrschen.

</short><full>
Ort:  Raum D / MQ Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien

Datum:  24. April 2012
Zeit:   20.00 (Einlass 19.00) 

Podium:

NR Gabriela Moser, U-Ausschuss-Vorsitzenden, Grüne, gruene.at
DDr. Hubert Sickinger, Transparency International, ti-austria.at
Georg Markus Kainz, quintessenz.at


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Man bekommt den Eindruck, dass wir Bürger völlig andere Moralvorstellungen haben, als die, die uns Regieren und Verwalten. 
- Als die, die sich ihre Gesetze selber schreiben, und dafür sorgen das Schlupflöcher erhalten bleiben, um jenseits der politischen Verantwortung nicht auch noch von den Gerichten belangt werden zu können.
- Als die, die in den staats- und gemeindenahen Wirtschaftsbetrieben lediglich Selbstbedienungsläden sehen, zur Parteienfinanzierung, zur Querfinanzierung von befreundeten Organisationen und zur Finanzierung von persönlichen PR-Werbekampagnen.
- Als die, die in Politikern und Verwaltungsbeamten fette Karpfen sehen, die man "anfüttern" muss und leider auch "anfüttern" darf.

Provisionen, Beraterverträge, Inserate sind das Schmiermittel der Republik und sollen durch das Amtsgeheimnis geschützt werden. „Die Telekom als Bankomat der Politik“ titelten die österreichischen Zeitungen. Aber wenn die Regierung ein Korruptionspaket vorschlägt, und Justizministerin Beatrix Karl sogar einen Anfütterungsparagrafen vorsieht, dass Geschenke nur dann strafbar sind, wenn sie gegeben werden, um ein Amtsgeschäft „anzubahnen“. Statt Korruption effektiv bekämpfen zu wollen schlägt sie vor über die Wortwahl zu diskutieren. 

Im größten Korruptionsausschuss der zweiten Republik wird derzeit im Parlament versucht die politische Verantwortung für zahlreiche Skandale zu klären. Abseits vom parteipolitischen Schmutzkübelwerfen. Georg Markus Kainz erkundet mit seinen Gästen, der U-Ausschuss-Vorsitzenden Gabriela Moser und Hubert Sickinger, Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der Universität Wien, die Frage der Korruption in Österreich. Wie kann man Korruption erkennen, wie kann man sie verhindern und welchen Schaden richtet Korruption für uns alle an, denn das Wort Korruption stammt vom lateinischen Wort corrumpere und bedeutet verderben, vernichten, bestechen.</full></item><item><title>Die Argumentationsfalle der Präventivgesellschaft</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100013542</link><short>Es ist ein Reflex der in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren immer stärker zutage tritt: Nach jedem Schicksalsschlag fragt sich die Öffentlichkeit, wie man "das" hätte verhindern können. Während eine gezielte Schwachstellensuche (zb in technischen Systemen) nie verkehrt ist, entgleitet die Diskussion gerne in eine Präventionsutopie: Irgendwie hätte man alles verhindern oder zumindest vorhersehen können. Nur so sind Vorschläge wie jener von Sarkozy zu erklären, der bereits den Besuch bestimmter Websites unter Strafe stellen möchte.</short><full>Die Leiche des Serienmörders von Toulouse war noch nicht kalt, da war die Empörung bereits groß: Irgendwer wird dafür bezahlen müssen - irgendwie hätte man das ja verhindern können!

Hier beginnt die Argumentationsfalle der Präventivgesellschaft: Wer davon ausgeht, alles und jedes Verhindern zu können, wer absolute Sicherheit fordert, der schreit nach mehr Kontrolle und Überwachung. Der Kampf um die Verhinderung jeglicher Straftat ist ein Verlorener: Denn solange man dem Individuum auch nur ein bisschen Eigenständigkeit lässt kann es Schaden anrichten. Das Ende der Entwicklung ist also immer die absolute Kontrolle, die Auflösung des freien Willen und die Entmündigung Aller.

Eine Argumentation die unter dieser Prämisse geführt wird, determiniert bereits das Ergebnis - egal wie gut gemeint.

Stattdessen muss wieder akzeptiert werden, dass eben nicht alles Vorhersagbar, Kontrollierbar und Verhinderbar ist. Schuld ist nicht unbedingt und automatisch Irgendwer, der vielleicht hätte erahnen können, dass die Person potentiell auffällig werden könnte. Zuerst einmal ist der Täter der Täter. Dieser ist für sein Verhalten verantwortlich zu machen. 

Bestimmte Bereiche werden sich immer dem Macht des Einzelnen aber auch des Staates oder jeder anderen Entität entziehen. In einigen ganz offensichtlichen Bereichen - zb dem Wetter - erstellen Meteorologen täglich Wettervorhersagen: Das gibt uns zumindest die Illusion der Kontrolle.

Wer nachhaltige Prävention will, muss sich die Frage nach den Ursachen von Radikalisierungen und Fehlentwicklungen bestimmter Personen stellen. Reflektionen dieser Art sind komplex, langwierig und potentiell schmerzhaft - entsprechend unbeliebt bei Politikern, ganz besonders im aktiven Wahlkampf.

</full></item><item><title>q/Talk, Di. 27. März, Unschuldig im Visier der Überwacher</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100013454</link><short>Auf Vorrat kriminalisiert - unschuldig in der Überwachungsmaschinerie


Zu Gast bei Georg Markus Kainz ist der Justizsprecher der Grünen NR. Albert Steinhauser und Michael R., der durch Fehlinterpretation von gespeicherten Daten unschuldig in das Fadenkreuzer der Ermittler gekommen ist und dadurch Besuch von der WEGA bekam.</short><full>
Ort:  Raum D / MQ Wien
Museumsplatz 1, 1070 Wien

Datum:  27. März 2012
Zeit:   20.00 (Einlass 19.00) 

Podium:

NR Albert Steinhauser, Grüne, albertsteinhauser.at
Michael R., IT Techniker
Georg Markus Kainz, quintessenz.at


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Bis zum 1. April durfte in Österreich nur bei einem begründeten Verdacht auf Auftrag der Staatsanwaltschaft gegen einen Bürger ermittelt werden, und genau definierte Informationen über die Person gesammelt werden. Verdächtige hatten damit das Recht auf Privatsphäre nur in genau definierten Bereichen verloren, die für die Aufklärung notwendig gewesen wären.


Ab 1. April wird unsere Rechtsauffassung auf den Kopf gestellt - Daten werden von uns allen gesammelt und einmal auf Vorrat gespeichert - man kann sie ja vielleicht einmal gegen uns verwenden. Die Gier nach unseren Daten hat schon das Interesse diverser Lobbyisten geweckt, die die nun schon mal gespeicherten Daten für ihre zum Teil dubiosen Interessen nutzen wollen.

Die Idee Daten mal auf Vorrat zu speichern wurde aus der Terrorangst und falschen Sichheitsversprechen geboren, und gegen den Willen der Bevölkerung in vielen Ländern der EU bereits vor Österreich in Kraft gesetzt. Die tragischen terroristischen Vorfälle 2011 in Norwegen sowie der in dieser Woche in Frankreich haben jedoch das Unvermögen der Behörden solche Attentate zu verhindern aufgezeigt - und das obwohl in beiden Fällen die Attentäter der Polizei im Vorfeld bereits bekannt waren.

Auch wenn die Daten-Fetischisten und industriellen Profiteure wie Sektenführer mit Heilsversprechen durch die Lande ziehen, es wird eine Vollkaskogesellschaft ohne Verbrechen nie geben - warum bezahlen wir dann aber mit der Aufgabe unserer verfassungsrechtlichen Freiheiten, einem unbeobachtetem selbstbestimmten bürgerlichen Leben?

Zu Gast bei Georg Markus Kainz ist der Justizsprecher der Grünen NR. Albert Steinhauser, um über die nächsten Schritte und was wir alle gemeinsam noch tun können zu diskutieren. Wie Daten durch Fehlinterpretation auch Unschuldige in das Fadenkreuzer der Ermittler bringen können wird Michael R. berichten, der Besuch von der Wega bekommen hat, die in ihm den Anführer von anonymous gesehen hat. Abgesehen davon, dass eine lose Gruppe ohne Hierarchie keinen Führer hat, wurde Michael R. nach Hausdurchsuchung und Verhör seine völlige Unschuld durch die Behörde bescheinigt.


Lageplan:
http://quintessenz.at/images/qTalk_Lageplan.jpg

Hintergrundlektüre:

Wikipedia: Anschläge in Norwegen 2011
http://de.wikipedia.org/wiki/Anschl%C3%A4ge_in_Norwegen_2011

Die Presse: Tod des unterschätzten Gotteskriegers
http://diepresse.com/home/panorama/welt/741468/Anschlaege-von-Toulouse
Die Polizei stürmte am Donnerstag die Wohnung in Toulouse, in der sich der Attentäter Mohamed Merah verschanzt hielt, und erschoss ihn. Behörden hatten seine Gefährlichkeit seit Jahren falsch eingeschätzt hatten.</full></item><item><title>Time to Say Goodbye - Act Today</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100012362</link><short>Neue Google-Regeln brechen EU-Recht

Google ist gerade dabei seine vielen Dienste zusammenzuführen. Unser Vorteil als User ist, dass man sich nur noch einmal mit Username und Passwort legitimieren muss, um danach GMail, YouTube und die anderen Dienste nutzen zu können. Der Preis, den wir für diese Erleichterung zu zahlen haben ist, dass alle unsere Daten zusammen gespielt und auswertbar sind, sobald wir uns bei einem Dienst anmelden.</short><full>Ich will eMails lesen, und schon werden alle Suchabfragen mir zugeordnet, und dauerhaft gespeichert. (Wer neugierig geworden ist, anmelden und https://www.google.com/history aufrufen.)

Ein User - viele Google-Produkte - ein gläserner Mensch

Ab 1. März gilt die neue, einheitliche Datenschutzvereinbarung für alle Google Dienste. Diese  verstößt nach Einschätzung von Datenschutzbeauftragten gegen europäisches Recht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der französischen Datenschutzkommission (CNIL) im Auftrag ihrer europäischen Kollegen. Der deutsche Datenschutzbeauftragte Peter Schaar erklärte dass insbesondere die Verknüpfung personenbezogener Daten von Google-Kunden aus unterschiedlichen Diensten auf erhebliche Bedenken stoße.  

Diese Bestimmungen haben erhebliche Auswirkungen auf alle bisher gespeicherten Daten und im speziellen den Internetverlauf (Google-Suchanfragen und angesurfte Seiten). Damit dieser Internetverlauf, der besonders sensible Informationen beinhalten kann nicht unendlich lange gespeichert und nicht mit allen 60 Google Diensten verknüpft wird, sollte man diesen heute löschen.

Fünf einfache Schritte zu mehr Privatsphäre:

1. Im Google Konto einloggen
2. Auf https://www.google.com/history gehen
3. "Webprotokoll ist aktiviert." auf "pausieren" klicken
4. Auf "Gesamtes Webprotokoll entfernen" klicken
5. Bestätigen

"Webprotokoll wurde angehalten."

Auch bei abgeschalteter Webhistory werden von Google weiter Daten über uns Nutzer gesammelt. Diese werden jedoch nicht mit anderen Diensten verknüpft und müssen nach 18 Monaten teilweise anonymisiert werden.

EFF.org How Remove your google-search-history

Die Presse: Datenschuetzer: Neue GoogleRegeln brechen EURecht


futurezone: Eric Schmidt: "Niemand muss Google nutzen"

Diese Änderungen treten am 1. März 2012 in Kraft:
http://www.google.at/intl/de/policies/</full></item><item><title>Undermining ACTA: Das zugehoerige Doq/ument</title><link>http://www.quintessenz.at/d/000100012355</link><short>Sowohl das Assessment des Handelsauschusses, wie das zugehörige Rechtsgutachten wollte man man partout nicht veröffentlichen, weil das den Ratifizierungsprozess beeinträchtigen würde. Wörtlich: "Disclosure would undermine the protection of public interest." </short><full>EP Legal opinion SJ-0501/11

"This document is a confidential legal opinion... The European Parliament reserves all its rights should this be disclosed without its authorization". Signed: Ignacio Diez Parra [head of unit] Daniela Gauci, Ricardo Passos (Director).

http://quintessenz.org/d/000100012354

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Related: The EP/INTA ACTA Assessment gone amiss 

http://quintessenz.org/d/000100012329</full></item></rdf:RDF>


